Die Finanzausstattung der Kommunen muss verbessert werden.

Aber nicht auf Kosten des Mittelstandes.

MdL Erwin Rüddel und Bürgermeister Werner Zimmermann besuchen Freiberufler.

„Durch die Politik von Bund und Land stehen unsere Gemeinden vor dem finanziellen Ruin“ lautet die Sorge von Unkels Stadtbürgermeister Werner Zimmermann. Der CDU-Landtagsabgeordnete Erwin Rüddel pflichtet ihm bei und bestätigt, dass die Verschuldung der kommunalen Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz um 120 Mio. Euro auf 4,49 Milliarden Euro gestiegen sei. Besonders stark betroffen wären die Ortsgemeinden mit einer Zunahme von 4,6 Prozent. Für das Jahr 2003 sei laut Rüddel keine Verbesserung zu erwarten. Im Gegenteil: „Wir wissen, dass sich die Lage noch weiter verschlimmern wird. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht.“

Für die schwierige Lage der Kommunen trage, so der CDU-MdL, die Landesregierung entscheidnde Verantwortung. Sie habe die Gemeinden mit immer mehr Aufgaben belastet, ohne die finanzielle Ausstattung entsprechend zu verbessern. Diese Politik müsse von Grund auf korrigiert werden. Werner Zimmermann fordert dann auch vom Land ein Konzept, das eine klare, dauerhafte und verlässliche Zuordnung der Aufgaben von Land und Kommunen und somit die strikte Umsetzung des Konnexitätsprinzips („Wer bestellt bezahlt auch“) beinhalten müsse. Werner Zimmermann: „Das Land hat beschlossen, die Steuermindereinnahmen dieser Jahre nicht sofort im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs an die Gemeinden weiterzuleiten. Die Zuweisungen aus dem Landehaushalt werden zunächst in Form eines Darlehens auf gleicher Höhe gehalten. Aber dieses Geld ist nur vorgestreckt und muss später von den Gemeinden zurückgezahlt werden. Das Problem wird damit nicht gelöst, sondern nur nach hinten verschoben.“

Als „in Teilen vernünftig, in Teilen missraten“ bezeichnete Erwin Rüddel, die von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Gemeindefinanzreform. Vernünftig sei insbesondere, dass nur erwirtschaftete Erträge und keine einkommensunabhängigen Elemente bei der Gewerbesteuererhebung einbezogen werden.  Als „missraten“ bezeichnete er die geplante Steuererhöhung, die wieder den Mittelstand treffe. Belastet würden erneut die, die in Deutschland Arbeitsplätze schaffen. Zudem dämpfe jede Steuererhöhung die Konjunktur - am Ende würden die Gemeinden weniger statt mehr Steuern in den Kassen haben. Gegen die Ausweitung der Gewerbesteuerpflicht auf freie Berufe spricht sich auch Werner Zimmermann aus. „Bei allen Finanzsorgen, die wir in der Verbandsgemeinde Unkel haben“, so Zimmermann „müssen wir Leistungsträger unterstützen und nicht durch Mogelpackungen belasten.“ Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die hohe Zahl an Ausbildungsplätzen, die gerade bei den freien Berufe, im Handwerk und im Mittelstand bereitgestellt würden.

 Das Foto zeigt Stadtbürgermeister Werner Zimmermann (r.) zusammen mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Erwin Rüddel (l.) bei Architekt Günter Bornheim (m.) in Unkel. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Finanzausstattung der Kommunen, der Abbau von Bürokratie und die geplante Gewerbesteuer für Freiberufler.

 

 

L 252 muss endlich saniert werden

Wittlich und Zimmermann schreiben an Bauckhage

Kritik am schlechten Zustand der L 252 zwischen Unkel und Bruchhausen üben der CDU-Bundestagsabgeordnete Werner Wittlich und der Unkeler Stadtbürgermeister Werner Zimmermann. Trotz einer Sanierung im vergangenen Jahr ist ein Teil der Straße bereits wieder abgerutscht. Die Strecke ist außerdem mit einer Reihe von Schlaglöchern überzogen, die den Verkehr zusätzlich behindern.

Wittlich und Zimmermann haben deshalb jetzt den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage angeschrieben und auf die Gefahrenstelle hingewiesen. „Dass der Verkehr inzwischen wieder auf beiden Spuren passieren kann, ändert nichts daran, dass hier langfristig eine grundlegende Sanierung der Strecke erfolgen muss“, heißt es in dem Brief nach Mainz. Hinzu komme, dass die L 252 von vielen LKW befahren werde, da sie eine wichtige Verbindung zwischen der B 42 und der Autobahn A 3 ist. Häufig komme es dabei zu Begegnungssituationen zwischen den Lastkraftwagen, bei denen die schweren Fahrzeuge äußerst rechts fahren müssten. Dadurch bestehe die Gefahr, dass weitere Straßenteile abrutschten. Nach Ansicht der beiden CDU-Politiker grenzt es an ein Wunder, dass sich dort bislang noch kein Unfall ereignet hat.

 

Wittlich und Zimmermann appellieren an den Minister, für rasche Abhilfe zu sorgen. „Selbst wenn die Beschaffenheit des Hanges umfangreichere Maßnahmen - wie etwa den Einbau von Stützpfeilern oder Probebohrungen im Erdreich - erfordern sollten, werden wir es nicht hinnehmen, dass die Maßnahme weiterhin auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird“, erklären Wittlich und Zimmermann in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Wer hier spart, spart an der falschen Stelle!“

 

Der Werner Wittlich MdB und der Unkeler Stadtbürgermeister Werner Zimmermann nehmen vor Ort den schlechten Zustand der L 252 zwischen Unkel und Bruchhausen in Augenschein